Am Ende, Xenia Reich · Film · Einreichungen · 2010 · KURZSUECHTIG · Das Leipziger Kurzfilmfestival

Film

Am Ende
2010, Regie: Xenia Reich
„Ich weiß genau, wie es Du Dich fühlst“, sagt die junge Frau. So beginnt das Gespräch mit ihrem vermeintlichen Gegenüber in einem Café. Mit einem Mal gehen Erinnerungen in einer zusammenhanglos wirkenden Flut von Bildern durch den Kopf der jungen Frau. Am letzten Lebenstag ihrer Mutter hatte sie ein einschneidendes Erlebnis mit einer Pflegerin. In ihrem Drang, der Person helfen zu wollen, die sie am meisten liebte, verbarg sich der natürliche Reflex, sich eigentlich selbst helfen zu wollen, ja zu müssen. Genau dieses machte ihr diese Pflegerin mit einer einzigen Frage klar: „Soll es ihr das leichter machen, oder macht es das für Sie leichter?“. Dieser Satz bringt ihr die Erkenntnis und macht es ihr erst möglich, wirklich Abschied zu nehmen. „Am Ende“ erzählt, in dieser vermeintlichen Gesprächsrunde spielend, die Reflexion unserer Protagonistin auf das von ihr Erlebte. Doch ist diese Gesprächsrunde ist keine solche, vielmehr ist es ein innerer Dialog mit ihrem Spiegelbild.
Darsteller
Carola Sigg, Astrid Bransky
Produzent
Fagus Pauly
Drehbuch
Xenia Reich
Kamera
Urs Zimmermann
Schnitt
Andreas Baltschun
Gefördert durch
Thüringer Innenministerium
Aufgeführt bei
Auszeichnungen